07 GM-Racing Leopard 90505 & 90505.RTR
Motortuning
Sobald der Motor eingelaufen ist, können Sie ihn auf höchste Leistung stellen. Dabei ist es wichtig, dass
Sie sorgsam auf Überhitzung achten, da diese zu ernsten Schäden und zu vorzeitigem Verschleiß führen
kann. Nehmen Sie alle Veränderungen an den Vergaser-schraubenin „1-Stunden-Schritten“ vor.
Achtung:Nehmen Sie Einstellungen am Vergaser immer erst dann vor, wenn der Motor seine Betriebs-
temperatur erreicht hat!
Die Leerlaufeinstellung
Die Leerlaufeinstellung wirktsich auf die Leistung im Leerlauf und leicht darüber aus.
Bei der optimalen Einstellung läuft der Motor mindestens 8-10 Sekunden im Leerlauf,
dann soll der Wagen mit leichten Aussetzern und deutlich erkennbarer Rauchfahne
beschleunigen. Am besten prüfen Sie das nach, wenn der Motor warmgelaufen ist, indem
Sie ihn etwa 8-10 Sekunden lang im Leerlauf drehen lassen. Wenn das Leerlaufgemisch so
verstellt ist, dass der Motor nicht so lange läuft, verdrehen Sie die
Leerlaufschraube im Uhrzeigersinn, um die Leerlaufdrehzahl zu erhöhen.
Während der Motor leer dreht, klemmen Sie nun die Kraftstoffleitung nahe
am Vergaser ab, um dieSpritzufuhr zu unterbrechen, undhorchen Sie auf die
Motordrehzahl. Wenn die Leerlaufschraubekorrekt eingestellt ist, darf sich die
Drehzahl nur leichterhöhen und dann muss der Motor absterben. Falls sich die
Drehzahl vor demStehen bleiben um mehrere hundert Umdrehungen erhöht, ist die
Leerlaufschraube zu fett eingestellt. VerarmenSie die Mischung, indem Sie die Schraube um eine
Stunde im Uhrzeigersinn verstellen,und versuchen Sie es aufs Neue. Falls der Motor nicht hochdreht,
sondern einfach stehen bleibt, ist die Einstellung zu mager und mussfetter eingestelltwerden, indem
Sie die Schraube eineStunde gegen den Uhrzeigersinn drehen und dann den Abklemmversuch wieder-
holen. Wenn Sie den Leerlauf optimal eingestellt haben, dreht der Motor wahrscheinlich im Leerlauf ein
bisschen höher.Sie müssen dann dieStandgasschraube gegen den Uhrzeigersinn verstellen, um die
Leerlaufdrehzahl des Motors zu verringern. Der Motor muss mit konstanter Beschleunigung ohne Verzö-
gerungen hochdrehen.
Die Volllasteinstellung
Nach anfänglichem Hochdrehen muss der Motor gleichmäßig drehen und dabei das typische Zweitakt-
Heulen mit deutlich erkennbarer Rauchfahne zeigen. Wenn sich der Motor quält und bei heftiger Rauch-
fahne Aussetzer zeigt,ist dieMischung zu fett und muss magerer eingestellt werden indem Sie die
Volllastschraube in „1-Stunden-Schritten“ im Uhrzeigersinn drehen, bis der Motor ruhig läuft.Wenn keine
Qualmfahne zu sehen ist, ist die Mischung zu mager und Sie müssen
sie anreichern, indemSie dieSchraube gegen den Uhrzeigersinn
verdrehen. Lassen Sie sich nicht vom Klang des Motors
täuschen bezüglich der tatsächlichen Leistung. Ein mageres Gemisch
erzeugt einen höheren Auspuffton, aber das bedeutet nicht unbedingt
auch höhere Leistung,weil der Motor dicht daran ist, zu überhitzen und
Schaden zu leiden. ImIdealfall sollten Sie den Motor so betreiben, dass er
auf der fetteren Seite des Leistungsoptimums läuft. Das ergibt die beste
Mischung aus Drehzahl und Lebenserwartung des Motors. Vorsicht: Die
Mischung ist zu mager und der Motor läuft heiß, wenn er schnell und mit schrillem Laufgeräusch hoch-
dreht, dann schwer läuft, keine Qualmfahne mehr zeigt oder die Drehzahl nachlässt. Dies kann durch die
Geländebeschaffenheit, atmosphärische Bedingungen oder drastische Höhenunterschiede hervorgerufen
werden. Um Dauerschäden am Motor zu vermeiden, müssen Sie dann sofort die Mischung anreichern,
indem Sie die Volllastschraube mindestens zwei „Stundenschritte“ gegen den Uhrzeigersinn verstellen,
undsich darauf einstellen, weitereNachstellungen vorzunehmen, bevor Sie den Fahrbetrieb fortsetzen.