a1
a2
D
α2
α1
Aufhängung
MERlDlAN Gefällmesser werden mit Hilfe der kardanischen Aufhängung und aufgrund der
Schwerkraft automatisch horizontiert. Dabei wird das Instrument entweder mit einer entspre-
chenden Vorrichtung aufgehängt, oder man hält es am Haltering nahe vor das Auge.
Das Instrument wird an einen Fluchtstab gehängt, wenn man möglichst genau messen will.
Dies bietet den Vorteil, dass das Instrument immer auf der gleichen Höhe ist (siehe «Vermei-
dung von Messfehlern»).
Messen von Geländewinkeln (Abb. 2)
Da man den Geländewinkel (α1) am Boden messen möchte, die Ablesung jedoch in Augen-
höhe vorgenommen wird‚ muss die Zielvorrichtung (Visierindex) um den gleichen Abstand er-
höht werden, damit der gemessene Winkel (α2) auch wirklich dem effektiven Geländewinkel
(α1) entspricht. Daraus ergibt sich der wichtige Merksatz:
Instrumentenhöhe a1 = Visierindexhöhe a2
Vermeidung von Messfehlern
Es ist darauf zu achten, dass die Ziellinie Instrument-Visierindex (A-B) immer parallel zur Gelän-
delinie (C-D) ist, deren Neigung gemessen werden soll (Instrumentenhöhe = Visierindexhöhe). Die
Fluchtstäbe sollten mit der Spitze nach oben verwendet und stets Iotrecht gehalten werden. Fehler‚
bei denen die Ziellinie nicht parallel der Geländelinie ist, nennt man Ziellinienfehler.
Grobe Messfehler können durch unabhängige Kontrollmessungen‚ durch zweimalige Messung
oder durch Messung in umgekehrter Richtung, aufgedeckt werden.
Abb. 2
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