
18 19
Bitte achten Sie darauf, dass der Stumpf
vollständig auf Höhe des proximalen
Schaftrandes in den Zylinder einsinkt. So-
bald die gewünschte Einsinktiefe (abhängig
des proximalen Schaftrands) erreicht ist,
schließen Sie den Sperrhahn (Abb. 22).
Achten Sie darauf, dass der Patient
den Stumpf nun statisch, vollständig
bzw. bestmöglich belastet. Aus Sicher-
heitsgründen bitte Haltemöglichkeit
vorbereiten. Durch den entsprechen-
den Wasserdruck wird der Stumpf
vollkommen gleichmäßig belastet. Be-
sonders vorteilhaft ist die daraus re-
sultierende, belastungsübliche Weich-
teilverschiebung. Bereits während des
Gipsabdrucks.
Je nach Art der verwendeten Gipsbin-
den warten Sie die übliche Aushärtezeit
im völlig belasteten und statischen
Zustand ab. Der Patient kann Ihnen
während der Aushärtezeit bereits wert-
volle Informationen über das Schaft-
volumen und die knöcherne Struktur
des Stumpfes geben. Die, durch das
Körpergewicht, sowie den Wasserdruck
erreichte Kompression auf den Stumpf,
erleichtert das Modellieren des Gips-
modells (Umfangsmaße kontrollieren!).
Nach dem Aushärten der Gipsbinden
reduziert der Patient die Belastung auf
der amputierten Seite. Öffnen Sie den
Sperrhahn erneut und lassen das Was-
ser entweichen. Der Patient kann nun
den eingegipsten Stumpf herausneh-
men. Entfernen Sie den Gipsabdruck
durch langsames Ziehen vom Stumpf.
Beginnen Sie den Herstellprozess eines
Probeschafts.
Nachdem Sie die Gipsbinden aufge-
bracht haben, ziehen Sie einen dün-
nen Nylonstrumpf über den feuchten
Gips (Abb. 18).
Versichern Sie sich, dass der Patient
für die Dauer des Abdrucks die ampu-
tierte Seite stehend belasten kann.
Der Patient kann nun stehend seinen
Stumpf in die Öffnung des Zylinders
einbringen. Bei Weichteilüberhang
empfehlen wir, den Stumpf in den lee-
ren Zylinder einzubringen und erst an-
schließend den Rückfluss des Wassers
zu starten. Somit wird eine übermäßige
Verschiebung der Weichteilsituation
nach proximal verhindert. (Abb. 19)
Um dem Patienten ein gleichmäßiges
Einsinken (Abb. 20) in den Zylinder zu
ermöglichen, öffnen (Abb. 21) Sie nun
den Sperrhahn um das entsprechende
Wasservolumen entweichen zu lassen.
Dieses fließt in den Ausgleichsbehälter.
Abb. 18
Abb. 19
Abb. 21
Abb. 20
Abb. 22
7. MEMBRANAUSTAUSCH
Benötigte Werkzeuge
· 2,5 mm Innensechskantschlüssel
· 4 mm Innensechskantschlüssel
· 10 mm Gabel- oder Ringschlüssel
· Drehmomentschlüssel mit 4 mm
Innensechskantaufsatz
Anleitung
Beachten Sie bitte die Rutschgefahr
durch auslaufendes Wasser.
Nur die Symphonie Aqua-Membran der
Romedis GmbH verwenden!
1. Vor dem Austausch der Membran
muss das gesamte Wasser im Sympho-
nie Aqua System abgelassen werden.
Stellen Sie sicher, dass das Wasser
des Zylinders in ein dafür vorgesehe-
nes Becken fließen kann. Da das Was-
ser frei von Zusätzen ist, kann es über
das gängige Abflusssystem entsorgt
werden. Dafür stellen Sie den Zylinder
über ein Auffangbecken, entkoppeln
Sie Zylinderschlauch und Ausgleichsbe-
hälter und öffnen Sie den Hahn, sowie
die Entlüftungsschraube (Abb. 23, 24).
Abb. 23