
Made in Germany
4 © Gigahertz Solutions GmbH
Bewertung unterschiedlicher Funkdienste
Die Geräte dieser Baureihe zeigen auf dem Display die summari-
sche Leistungsflussdichte an, im Frequenzbereich der am weites-
ten verbreiteten digitalen Funkdienste (ohne Berücksichtigung
eventueller Crestfaktoren). Insbesondere für die oft dominanten
Quellen DECT und GSM, wie auch analoge Quellen gilt: Einfach
ablesen und mit den baubiologischen Richtwerten vergleichen!
Um mit ein- und derselben Messtechnik die unterschiedlichsten
Funkstandards und Modulationsarten zutreffend abbilden zu kön-
nen, ist ein auf die jeweiligen speziellen Anforderungen angepass-
tes Vorgehen sinnvoll:
UMTS/3G, LTE/„4G“, WiMAX, DVB, WLAN bei max. Datenübertragung:
Diese komplex modulierten Funkdienste beinhaltet sehr hohe,
nadelartige Signalspitzen im Vergleich zu durchschnittlich über-
tragenen Leistungsflussdichte. Ca. 1 bis 2 Minuten unter leichtem
Schwenken in der Haupt-Einstrahlrichtung messen und den
höchsten Anzeigewert für den Vergleich mit den Richtwertemp-
fehlungen mal zehn2nehmen.
In der Praxis treten häufig unterschiedliche Funkdienste parallel
auf. Die Audioanalyse3erlaubt eine Abschätzung, welcher Anteil
am angezeigten Gesamtsignal auf solche „Crestsignale“ zurück-
zuführen ist. Entsprechend dem Anteil am Gesamtsignal sind fol-
gende Daumenregeln anwendbar:
Geringer Anteil an „Crestsignalen“ hörbar: Displayanzeige x 2.
~„Fifty-fifty“: Displayanzeige x 5.
„Crestsignale“ dominieren: Displayanzeige x 10.
Angesichts vielfältiger externer Faktoren der Messunsicherheit
reicht dieses Vorgehen durchaus für eine verwertbare Abschät-
zung der Gesamtbelastung. Mit einem Frequenzfilter kann die
Genauigkeit durch dienstespezifische Korrekturfaktoren deutlich
erhöht werden.
Radarstrahlen werden von einer langsam rotierenden Sendean-
tenne ausgesendet und sind deshalb nur alle paar Sekunden für
einen winzigen Sekundenbruchteil mess- und mittels Audioanaly-
se hörbar. Vorgehen:
Schalter „Signal“ auf „Peak hold“ einstellen und mehrere Ra-
darsignaldurchläufe abwarten, bis sich ein Gleichgewicht aus
Rücklauf und Erhöhung einstellt. Das kann einige Minuten
dauern. Diesen Wert multiplizieren Sie mit dem Faktor 10.
3HDNKROG
3HDN
5DGDU
symbolische Darstellung
2Obwohl deren Funkstandards noch deutlich höhere Crestfaktoren spezifizieren,
strebt die Industrie aus ökonomischen Gründen deren Limitierung auf den Faktor
10 an, so dass die resultierenden Korrekturfaktoren nicht über zehn hinausge-
hen. Bei TETRA ist ein Faktor 2, bei WLAN-Standby („Knattern“) Faktor 4 ausrei-
chend.
Achtung: Rauschgrenze beachten (eine Korrektur ist in diesem Fall sinnlos!)
3Klangbeispiele auf unserer Homepage.