Gesipa TAURUS 3 C User manual

GESIPA Blindniettechnik GmbH
Nordendstraße 13-39
64546 Mörfelden-Walldorf
Germany
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F +49 (0) 6105 962 287
www.gesipa.com
Bedienungsanleitung TAURUS®C
mit Bediensoftware und Setzprozessüberwachung
Operating manual TAURUS®C
with operating software and setting process monitoring

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DE
Inhaltsverzeichnis
1. Bestimmungsgemäße Verwendung................................................................8
2. Sicherheitshinweise .........................................................................................8
3. Arbeitsbereiche ................................................................................................8
4. Technische Daten .............................................................................................9
5. Ausrüstung/Zubehör ......................................................................................10
6. Mundstücks-Zuordnung ................................................................................10
7. Geräteaufbau ..................................................................................................11
8. Prozessdatenauswertung ..............................................................................12
9. Inbetriebnahme...............................................................................................12
9.1 Auffangbehälter aufsetzen..........................................................................12
9.2 Auswahl und Wechsel des Mundstückes ...................................................13
9.3 Setzen eines Blindnietes ............................................................................13
9.4 Ansaugen und Halten eines Blindnietes.....................................................13
9.5 Entleerung des Auffangbehälters ...............................................................13
10. Bediensoftware...............................................................................................14
10.1 Status und Einstellung des Verarbeitungsgerätes ................................14
10.2 Einrichtung der Setzprozessüberwachung ...........................................16
10.2.1ErstellenundBearbeitenvonProlen .............................................16
10.2.2ErstellenundBearbeitenvonProl-Listen ......................................21
10.2.3AuslesenundÜbertragenvonProl-Listen .....................................25
10.3 Betriebsarten ............................................................................................28
10.3.1 Extern ..............................................................................................28
10.3.2 PC ...................................................................................................28
10.3.3 Autark ..............................................................................................31
10.4 Archivierung der Prozessdaten.............................................................32
10.5 Einstellung des Programms ..................................................................35
11. Störung der Setzprozessüberwachung........................................................37
12. WartungundPege........................................................................................37
12.1 Futterbacken ölen .................................................................................37
12.2 Futterbacken wechseln .........................................................................37
12.3 Hydrauliköl nachfüllen...........................................................................38
12.4 Lagerung...............................................................................................38
13. Reparatur...........................................................................................................38
14. Behebung von Störungen..............................................................................39
14.1 Blindniet wird nicht gesetzt ...................................................................39
14.2 Restdorn wird nicht abgesaugt .............................................................39
15. Garantie ...........................................................................................................39
16. CE-Konformitätserklärung ............................................................................40

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DE
1. Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Blindnietsetzgerät darf nur, wie in dieser Anleitung beschrieben, zum Setzen von Blind-
nieten verwendet werden.
Die Sicherheitshinweise sind einzuhalten!
2. Sicherheitshinweise
• Das Nietgerät ist ausschließlich zum Setzen von Blindnieten zu verwenden.
• ÜberlastenSiedasNietgerätnicht,arbeitenSieimangegebenenLeistungsbereich.
• Nicht ohne Fügegut nieten. Der Blindniet kann vom Nietgerät wegspringen. Nietgeräte
nie gegen sich oder andere Personen richten.
• Der Auffangbehälter für Restdorne muß beim Betrieb des Nietgerätes stets aufge-
schraubt sein.
• Der Auffangbehälter ist rechtzeitig zu entleeren; Überfüllung führt zu Störungen am
Nietgerät.
• Das Nietgerät darf nicht als Schlagwerkzeug benutzt werden.
• Druckluftanschlußleitungen regelmäßig auf Festsitz und Dichtheit kontrollieren.
• Bei Wartungsarbeiten am Nietgerät und bei Nichtgebrauch ist das Gerät immer vom
Druckluft-undStromnetzzutrennen.
• Beim Arbeiten mit dem Nietgerät stets Schutzbrille tragen. Persönliche Schutzausrüstung
wie Schutzkleidung, Handschuhe, Sicherheitshelm, rutschfeste Schuhe, Gehörschutz
und Sicherung gegen Absturz wird empfohlen.
• Zulässigen Betriebsdruck nicht überschreiten.
• Beim Ablegen das Nietgerät gegen Herunterfallen sichern.
• Reparaturen sind nur durch eine geeignete Fachkraft auszuführen. Im Zweifelsfalle ist
dasNietgerätunzerlegtandenLiefereroderGESIPA®einzusenden.
3. Arbeitsbereiche
Gerätetyp TAURUS®1 C TAURUS®2 C TAURUS®3 C TAURUS®4 C
Standardblindniete Ø
(mm)
2,4-3,2 bis 5 bis 6,4 bis 6,4
alle Werkstoffe
bis 4 Alu/Stahl bis 6 Alu/Stahl -bis 8 Alu

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DE
4. Technische Daten
Gerätetyp TAURUS®1 C TAURUS®2 C TAURUS®3 C TAURUS®4 C
Gewicht ca. 2,3 kg 2,4 kg 2,8 kg 2,9 kg
Betriebsdruck 5-7bar 5-7bar 5-7bar 5-7bar
Gerätehub 15mm 18mm 25mm 19mm
Schlauchanschluss Ø 6mm 6mm 6mm 6mm
Volumen Auffangbehälter ca. 100 – 200 Restnietdorne je nach Größe
Luftverbrauch ca. 1,0/Niet ca. 2,3l/Niet ca. 4,8l/Niet ca. 4,8l/Niet
Setzkraft bei 5bar 4200N 9000N 14000N 20000N
Hydrauliköl ISO VG 32 bis 46 ca. 30ml ca. 30ml ca. 30ml ca. 30ml
GeräuschemissionLpa 77 78 79 79
Vibration <2,5m/s² <2,5m/s² <2,5m/s² <2,5m/s²
Druckluftqualität (geltert)
Integrierte Restdornabsaugung
Integrierte Blindnietansaugung
Verarbeitungsgerät
Versorgungsspannung 24Volt DC (Keine galvanische Trennung im
Gerät)
Zulässiger Versorgungsspannungsbereich 10-30Volt
Leistungsaufnahme 1,5Watt
Verhalten bei Ausfall der Versorgungsspannung automatischer Datenerhalt nach Stromausfall
LaufzeitStützbatterie(CR2032)fürRealtimeclock,typ. 5 Jahre
Schnittstelle RS232
Übertragungsrate Schnittstelle 1200Baud – 115200Baud
Protokoll Schnittstelle 8 Datenbits, 1 Stopbit, Parity even
Hardwarehandshake CTS/RTS
Prozessdatenspeicher max. 260000 Prozessdatensätze
Proldatenspeicher 224Prolein10Prol-Listen
Temperaturbereich 0-50°C
Schutzklasse IP 20
Prozessdatenmodul

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DE
6. Mundstücks-Zuordnung
Niet Ø (mm) Niet-Werkstoff Mundstück Artikel-Nr.
2,4 Alu 17/18 725 2075
3,2 CAP-Alu,CAP-Cu,PG-Alu/Stahl,PG-Cu/Niro,PG-Alu/Niro 17/20 725 2269
3 und 3,2 Alu,Cu,Stahl,Edelstahl,Stinox,Alu/Alu,PG-Alu,PG-Stahl 17/22 725 5077
4Alu,Cu,CAP-Alu,CAP-Cu 17/24 725 1583
4Stahl,-Alu/Alu,PG-Alu 17/27 725 2040
4Edelstahl,Stinox,PG-Stahl 17/29 725 2059
4,8 und 5 Alu,CAP-Alu,CAP-Cu,PG-Alu 17/29 725 2059
4,8 und 5 Stahl, Alu/Alu 17/32 725 2067
4,8 und 5 Edelstahl,Stinox,PG-Stahl 17/36 725 2083
6 Alu 17/36 725 2083
6 Stahl 17/40 725 2560
6,4 Alu 17/40 725 2560
6,4 Stahl, Alu/Alu 17/45 724 3065
8 Alu 17/45 724 3065
BULB-TITE®Ø (mm) Niet-Werkstoff Mundstück Artikel-Nr.
4 Alu/Alu 17/26 BT* 725 2202
5,2 Alu/Alu 17/32 BT* 725 2210
6,3 Alu/Alu, Stahl/Stahl, Monel/Edelstahl 17/42 BT* 725 2229
7,7 Alu/Alu 17/48 BT* 725 2237
5. Ausrüstung/Zubehör
Gerätetyp TAURUS®1 C TAURUS®2 C TAURUS®3/4 C
Mundstück in Arbeitsposition 17/18 17/32 17/36
Beigefügte Mundstücke 17/20, 17/22 17/24, 17/27, 17/29 17/40, 17/45
1 Montageschlüssel SW12/14
1 Montageschlüssel SW14/17
1 Flasche Hydrauliköl 100 ml
1Öl-Nachfüllbehälter
Netzteil
Anschlusskabel

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DE
MEGA-GRIP®Ø(mm) Niet-Werkstoff Mundstück Artikel-Nr.
4,8 Alu/Alu, Stahl/Stahl, Edelstahl 17/31 MG* 725 2250
6,4 Alu/Alu, Stahl/Stahl, Edelstahl 17/41 MG* 724 3146
* als Sonderzubehör lieferbar.
Mundstücke in verlängerter Ausführung und weitere Spezialausführungen sind auf Anfrage
lieferbar.
7. Geräteaufbau
Das Blindnietverarbeitungsgerät TAURUS®C ist zusätzlich zum Standardgerät mit Sensoren
zur Aufzeichnung der Zugkraft und des Zugweges während des Blindnietverarbeitungsvor-
ganges ausgestattet. Des Weiteren kann das Gerät mit einer Andrückauslösung ausgestattet
sein, welche einen Start des Setzvorgangs erst dann ermöglicht, wenn der Blindniet in das
Bauteil verbracht wurde und eine spezifische Vorlast auf das Mundstück aufgebracht worden
ist. Im Gehäuseboden des Gerätes ist ein Prozessdatenmodul integriert, welches die auf-
gezeichnetenProzessdatenaus-undbewertet.DieProzessbewertungwirdamGerätdurch
eineimGehäuseintegrierteLEDvisualisiert.DieimGeräteingesetzteSensorikunddas
Prozessdatenmodul sind wartungsfrei. Abbildung 1 zeigt den Geräteaufbau des Taurus mit
Setzprozessüberwachung.
Abbildung 1: Prinzipaufbau Taurus mit Setzprozessüberwachung
Andrückauslösung (optional)
Kraftsensorik
Wegsensorik
Prozessdatenmodul Visualisierung der
Prozessbewertung

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8. Prozessdatenauswertung
Die Setzprozessüberwachung des TAURUS®C erfolgt durch eine Auswertung der Zugkraft
und des Zugweges während des Setzvorgangs des Blindnietes. Als Auswertekriterien dienen
die Kraft bei Dornabriss Fmund der Zugweg Smbei Dornabriss. Eine Blindnietverbindung wird
dann als i.O. bewertet, wenn sich dieses Wertepaar in einem definierten Auswertefenster O
befindet.LiegtdasWertepaaraußerhalbdiesesFensters,ineinemderSektorenA-H,sowird
dieVerbindungalsn.i.O.,unterAngabederLagedesAbrisswertepaaresindenSektoren
A-H,bewertet.Abbildung2zeigtdasPrinzipderProzessdatenauswertung.
Abbildung 2: Prinzip der Prozessdatenauswertung zur Überwachung des Blindnietsetzprozesses
9. Inbetriebnahme
Vor Inbetriebnahme Betriebsanleitung sowie Sicherheitshinweise lesen, beachten (!) und
sorgfältig aufbewahren. Druckluftnetzanschluss zum Nietgerät durch Fachkraft erstellen.
VorderInbetriebnahmedesGerätesistdiesesmittelsdesimLieferumfangenthaltenenNetz-
teils an die Netzspannung (230V) anzuschließen. Nachfolgend wird das Verarbeitungsgerät
unterNutzungdesimLieferumfangenthaltenenAnschlusskabelsandenPCangeschlossen.
Der erforderliche PC muss über ein Betriebssystem Windows 2000 und höher, eine CPU mit
einer Taktfrequenz größer 800MHz und einem Arbeitsspeicher größer 256MB verfügen. Des
Weiteren ist zum Anschluss des Gerätes eine serielle Schnittstelle erforderlich. Im Kapitel
10.5 wird die Einstellung der seriellen Schnittstelle beschrieben.
9.1 Auffangbehälter aufsetzen
Auffangbehälter für Restdorne bis zum Anschlag (durch Rechtsdrehung) aufschrauben.

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DE
9.2 Auswahl und Wechsel des Mundstückes
Achtung! Immer das der Blindnietgröße entsprechende Mundstück einsetzen (Auswahl nach
Tabelle gemäß Punkt 6).
Wechsel des Mundstückes:
• Nietgerät vom Druckluftnetz trennen.
• Mundstück von Stahlhülse abschrauben.
• Ausgewähltes Mundstück einschrauben und festziehen.
9.3 Setzen eines Blindnietes
• Nietgerät an Druckluftnetz anschließen.
• Blindniet in das Mundstück einstecken und mit dem Nietgerät bis zum Anschlag in die
Fügegut-Bohrungeinführen.
• Auslöser betätigen bis der Nietdorn abreißt.
• Auslöser loslassen.
• Der Restdorn wird automatisch in den Auffangbehälter gefördert (s.Pkt.9.5).
9.4 Ansaugen und Halten eines Blindnietes
• Diese Funktion dient dazu, den Blindniet im Mundstück des Nietgerätes zu halten, wenn
senkrecht nach unten genietet werden soll.
• Absperrventil Nr. 66 im Nietgerätekopf mittels Stift (z.B. Nietdorn) nach links oder rechts
bis zum Anschlag schieben.
• Nach dem Greifen des Nietgerätes den Schieber Nr. 68 bis zum Einrasten nach oben
schieben. Zum Ausschalten der Ansaugung den Schieber nach unten schieben.
• Durch Zurückschieben des Absperrventils Nr. 66 wird die komplette Ansaugfunktion
des Gerätes abgestellt.
9.5 Entleerung des Auffangbehälters
• Der Auffangbehälter ist rechtzeitig zu entleeren; Überfüllung führt zu Störungen am
Nietgerät.
• AuffangbehälterdurchLinksdrehungabschrauben,RestdorneingeeignetemBehälter
sammeln.
• Auffangbehälter aufschrauben.

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10. Bediensoftware
Die Einrichtung der Setzprozessüberwachung erfolgt mit der Software GRivCheck der Gesipa Blindniet-
technik GmbH. Diese Software muss nicht installiert werden und kann durch Doppelklick direkt vom mit
dem Gerät verbundenen PC gestartet werden. Nach dem Start der Bediensoftware verbindet sich das
Verarbeitungsgerät automatisch mit dem PC und die Startmaske öffnet sich nach erstellter Verbindung.
Sollte die Verbindung nicht erstellt werden können, da der Verbindungsport zum PC nicht korrekt einge-
stellt ist, so ist diese Porteinstellung zunächst gemäß Kapitel 4.5 vorzunehmen. In der Startmaske wird im
Bereich Verarbeitungsgerät die Seriennummer des verbundenen Verarbeitungsgerätes dargestellt. Die
Startmaske gliedert sich in die Bereiche Verarbeitungsgerät, Einrichtung, Betriebsart, Archivierung und
Einstellung,Abbildung3.ÜberdieHilfe-FunktionkanndasHandbuchaufgerufenwerden.DieSprachein-
stellung Deutsch, Englisch oder Französisch kann im Menü Einstellungen vorgenommen werden.
Abbildung 3: Startmaske der Bediensoftware
10.1 Status und Einstellung des Verarbeitungsgerätes
Durch Betätigung des Button im Bereich Verarbeitungsgerät kann der aktuelle
Status des verbundenen Verarbeitungsgerätes abgefragt werden, Abbildung 4. Hier erhält der
Nutzer wichtige Informationen über den aktuellen Status des Verarbeitungsgerätes wie z.B. den
FüllstanddesProzessdatenspeichersundDetailszudenimGerätaktuellvorhandenenProfil-Listen.

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DE
Abbildung 4: Aktuelle Statusdaten des verbundenen Verarbeitungsgerätes
Des Weiteren können durch Betätigen des Button die Menüs Geräteeinstellungen
und Diagnose aufgerufen werden, Abbildung 5. Im Menü Geräteeinstellungen kann der Beeper aktiviert
werden,dereinSignaltonbeieinern.i.O.-BewertungabgibtundderinterneProzessdatenspeicherdes
Verarbeitungsgerätes sowie die Ringspeicherfunktion aktiviert bzw. deaktiviert werden. Wird der interne
Prozessdatenspeicher nicht aktiviert, so werden im Betrieb keine Prozessdaten gespeichert. Wird die
Funktion Ringspeicher nicht aktiviert, so werden bei vollständig gefülltem Prozessdatenspeicher keine
weiterenProzessdatengespeichertunddieLEDamGerätefußblinktgrün-rot.BeiaktivemRingspeicher
werden nach Erreichen des Speicherendes die jeweils ältesten Prozessdaten zyklisch überschrieben.
Wird die Konfiguration des Prozessdatenspeichers geändert, so muss abschließend durch Betätigen des
Button diegeänderteEinstellungandasGerätübertragenwerden.DieDiagnose-Funktion
wird im Kapitel 11 detailliert beschrieben.
Abbildung 5: Maske Geräteeinstellungen
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